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Inhaltsverzeichnis
Vergiftete Stimmung in Ravola
Schauplatz: Ravola, Tilea
Zeitpunkt: Letzter Tag des Stadtfestes
Erfahrungspunkte: 90 EP pro Charakter
Ausgangslage: Der vergiftete Wein
In Ravola kam es während des Stadtfestes zu einem folgenschweren Giftanschlag. Mehrere Menschen tranken vergifteten Wein. Acht Menschen starben, weitere wurden vergiftet, überlebten jedoch.
Der Wein stammte aus dem Umfeld der Ravolaner Weingüter. Besonders schnell gerieten die beiden bedeutendsten Familien der Stadt in Verdacht:
- Familie Botticelli
- Familie Valverde
Zwischen den Familien besteht seit ungefähr hundert Jahren eine Rivalität. Diese geht offenbar auf alte persönliche Streitigkeiten zurück. Eine Angehörige der Familie Botticelli hatte einst aus Liebe in die Familie Valverde eingeheiratet. Frühere Auseinandersetzungen sollen sich unter anderem um ein gestohlenes Pferd oder ein zerstörtes Weinfass gedreht haben. Einen vergleichbaren Vorfall wie den aktuellen Giftanschlag hatte es bislang offenbar nicht gegeben.
Insgesamt gibt es sechs Weingüter in und um Ravola. Neben Botticelli und Valverde existieren kleinere Familienbetriebe. Das Weingut Rossi liefert beispielsweise preiswerteren Wein für einfache Tavernen und die gewöhnliche Bevölkerung.
Die Vergiftung löste erhebliche Unruhe aus. Beide großen Familien mussten befürchten, dass ihr Ansehen und ihre wirtschaftliche Stellung Schaden nehmen würden.
Erste Ermittlungen und Verdächtige
Die Spur zu Nicolo
Ein Mann namens Nicolo fiel durch sein provokantes Verhalten auf. Er gilt als Unruhestifter, provoziert Duelle und belästigt Frauen.
Etwa drei Wochen vor den Ereignissen hatte ihn eine Tochter der Familie Botticelli zurückgewiesen.
Nicolo tauchte wiederholt im Umfeld der Gruppe auf. Bei einem Besuch in einem Gasthaus provozierte er zwei Botticelli-Söldner, die jedoch nicht auf seine Beleidigungen eingingen.
Später beobachtete ein Charakter, wie Nicolo einem jungen Mann zwei Silberstücke übergab und ihn mit den Worten „Pronto, pronto“ verabschiedete.
Der Charakter verfolgte den jungen Mann unbemerkt bis zum Marktplatz. Dort verbreitete dieser lautstark das Gerücht, Botticelli habe den eigenen Wein vergiftet und versuche nun, jemand anderem die Schuld zuzuschieben.
Das Gerücht verbreitete sich schnell und verschärfte die ohnehin angespannte Stimmung zwischen den Anhängern der beiden Familien.
Blaubarts Ermittlungen in der Schwarzen Katze
Blaubart betrieb Ermittlungen im Etablissement La Gatta Nera – Die Schwarze Katze.
Dort erhielt er Informationen über die Gerüchte, die in Ravola kursierten. Unter anderem wurde von einem angeblichen Sabotageakt berichtet, bei dem vor ungefähr zwei Wochen Weinfässer in einem Keller zerstört worden sein sollen. Bis auf ein Fass sei alles vernichtet worden.
Außerdem kursierten unterschiedliche Theorien über die Verantwortlichen der Vergiftung. Neben Botticelli und Valverde wurden auch andere Weingüter als mögliche Täter genannt. Manche hielten die Anschuldigungen gegen Botticelli für eine gezielte Falschbeschuldigung.
Diese Informationen beruhen bislang auf Gerüchten und sind nicht bestätigt.
Die Rivalität eskaliert beinahe
Auf dem Marktplatz standen sich die Söldner der beiden Familien zeitweise beinahe kämpferisch gegenüber.
Schwester Alessia, eine Priesterin der Myrmidia, griff ein und konnte die Situation beruhigen.
Die Botticelli-Seite trank demonstrativ ihren eigenen Wein, um zu zeigen, dass dieser angeblich unbedenklich sei. Viele Besucher bestellten daraufhin lieber Wein von Valverde oder Rossi.
Die Untersuchung des Giftes
Sebastien Walldorf hatte in der Taverne, in der es zur Vergiftung gekommen war, bei einem Bretonen ein Fläschchen gefunden.
Die Gruppe ließ den Inhalt von Marketa, ihrer ständigen Begleiterin und 17-jährigen Alchimistin, untersuchen.
Das Ergebnis:
- Das Fläschchen enthielt ein hochgefährliches, wahrscheinlich tödliches Gift.
- Das Gift wurde aus einer seltenen Wurzel gewonnen.
- Die Wurzel wird ausgekocht und mit gewöhnlichen Substanzen vermischt.
- Durch wiederholte Verarbeitung entsteht ein bitteres Gift.
- Es verengt die Atemwege und verursacht Krämpfe sowie schließlich Ersticken.
- Die benötigte Wurzel könnte in Bretonnia oder im Imperium vorkommen. Sie ist selten, aber nicht völlig exotisch.
Damit war klar, dass es sich nicht um ein gewöhnliches Gift handelte.
Die Spur zu Hervé Dubois
Ein Charakter erkannte einen älteren, glatzköpfigen Bretonen wieder, der sich zum Zeitpunkt der Vergiftung in der betreffenden Taverne aufgehalten hatte.
Der Mann wurde später als Hervé Dubois identifiziert.
Er ist ein bretonischer Wollhändler aus Carcassonne, ungefähr Mitte dreißig, schlank und elegant gekleidet. Er trägt dunkle Samtkleidung mit versteckten Taschen. Auffällig sind seine feinen Gesichtszüge und sein kleiner Schnurrbart.
Er wird von einem älteren, kräftig gebauten Leibwächter begleitet. Dieser trägt einen Lederharnisch und ein bretonisches Langschwert. Sein Name ist unbekannt.
Das Treffen am Fluss
Giso Klingelhöfer beobachtete Dubois an einer Anlegestelle. Dort traf dieser sich mit einer vermummten Frau.
Giso konnte mithilfe einer Sprachprobe das bretonische Gespräch verstehen.
Dubois verlangte die zweite Hälfte seiner Bezahlung. Die Frau erklärte, der Auftrag sei nicht so ausgeführt worden, wie sie es gewünscht habe.
Dubois widersprach und erklärte, er habe genau das getan, was vereinbart worden sei. Lediglich die gewünschte Wirkung sei ausgeblieben.
Die Frau übergab ihm einen Geldbeutel beziehungsweise einen Stoffbeutel mit Geld. Der genaue Inhalt ist unbekannt.
Dubois verabschiedete sich mit dem Hinweis, dass sie ihn bei Bedarf erneut erreichen könne.
Die Frau blieb zurück und ging zu einem unauffälligen Boot beziehungsweise Lastkahn. Dort warf sie wütend zwei Gegenstände ins Wasser.
Anschließend kehrte sie in Richtung Stadttor zurück. Dort nahm sie ihre Kapuze ab.
Es handelte sich um Signora Paola Botticelli.
Sie bestieg im Bereich des Stadttors ihr Pferd, wo zwei Botticelli-Wachen auf sie warteten, und ritt davon.
Damit ergab sich ein schwerwiegender Verdacht: Paola Botticelli hatte Dubois bezahlt und stand offenbar in Verbindung mit einem Auftrag, dessen gewünschte Wirkung nicht eingetreten war.
Ob sie ihn ausdrücklich mit der Vergiftung des Weines beauftragt hatte, war zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewiesen.
Weitere Informationen über die Familie Botticelli
Die Gruppe sprach mit Schwester Alessia über die Familienverhältnisse zwischen Botticelli und Valverde.
Alessia wusste von einer früheren Heirat zwischen den Familien, die angeblich aus Liebe geschlossen worden war. Sie kannte außerdem ältere Streitigkeiten, die jedoch deutlich harmloser gewesen sein sollen als der aktuelle Giftanschlag.
Sie erwähnte, dass offizielle Familienunterlagen möglicherweise im Tempel der Verena oder bei tileanischen Rechtsgelehrten zu finden seien.
Alessia wollte sich wegen ihrer eigenen Verpflichtungen gegenüber Valverde nicht offen auf eine Seite schlagen. Sie bot aber an, gegebenenfalls einen Rechtsgelehrten aus Miragliano oder den Stadtrat einzubeziehen.
Sie erwähnte außerdem ein Wunder der Verena, mit dem sich Lügner entlarven lassen könnten: Eine Person, die lügt, könne dadurch für eine gewisse Zeit bewegungsunfähig werden. Die genauen Regeln und Voraussetzungen wurden nicht geklärt.
Der letzte Festtag und die Preisverleihung
Am letzten Tag des Stadtfestes fand die traditionelle Weinpreisverleihung statt.
Auf einer Bühne vor dem Tempel der Myrmidia versammelten sich Vertreter der Stadt, die Familien Botticelli und Valverde sowie zahlreiche Besucher.
Beide Familien waren mit jeweils ungefähr vier leicht bewaffneten Söldnern vertreten. Zusätzlich waren die Stadtwache und Angehörige der Myrmidia deutlich stärker bewaffnet anwesend.
Die Stimmung unter den Besuchern war angespannt. Es gab sowohl Anhänger der Botticelli als auch der Valverde, daneben viele unbeteiligte Zuschauer.
Der Stadtrat erklärte, dass die Ermittlungen noch liefen und bislang keine eindeutigen Beweise vorlägen. Auch die Vorfälle außerhalb der Stadt sollten weiter untersucht werden.
Die Weine aller Weingüter seien vom Rat verkostet worden.
Erstmals wurden zwei Gewinner ausgezeichnet:
- Botticelli
- Valverde
Beide erhielten das Privileg, ihren Wein in besonderen Räumlichkeiten der Weinbörse zu verkaufen. Die Verkaufszeiten sollten jeweils ein halbes Jahr betragen; die Reihenfolge wurde ausgelost.
Die Priesterin der Verena erklärte, dass die Ermittlungen weitergingen und sie für Befragungen zur Verfügung stehe.
Sebastien bricht in Paolas Gemächer ein
Während der Preisverleihung nutzte Sebastien Walldorf die Gelegenheit, um in Paolas private Räumlichkeiten einzudringen.
Er kletterte über eine Außenwand zu einem oberen Fenster. Dieses war lediglich verriegelt, nicht vergittert. Ein Wachmann patrouillierte zwar draußen, blickte jedoch in die entgegengesetzte Richtung.
Sebastien konnte erfolgreich einsteigen und sich unbemerkt in den Räumen umsehen.
Die privaten Räumlichkeiten bestanden unter anderem aus einem kleinen Ankleidebereich und einem gemeinsam genutzten Schlafzimmer.
Bei der Durchsuchung fiel auf:
- Es gab nur wenig Schmuck und kaum kostbare Gegenstände.
- Die Kleidung wirkte teilweise abgetragen.
- Der private Bereich erschien vergleichsweise wenig luxuriös.
Das könnte auf finanzielle Schwierigkeiten hindeuten, ist aber kein Beweis dafür.
Die geheimnisvolle Karte
In einer beschädigten Schmuckschatulle fand Sebastien zwischen gewöhnlichen Badezusätzen eine ungewöhnliche, zusammengerollte Pergamentkarte.
Die Karte zeigte offenbar:
- einen Weg oder eine Straße,
- ein Haus beziehungsweise eine kleine Siedlung,
- eine größere Ortschaft,
- mehrere Zahlen, die möglicherweise Entfernungsangaben darstellen,
- ein weiteres, bislang nicht identifiziertes Zeichen.
Die Beschriftungen waren stark verblasst und nicht mehr lesbar.
Sebastien fertigte eine Abschrift an und nahm das Original mit.
Marketa untersuchte auch die Kräuter in Paolas Räumlichkeiten. Sie identifizierte diese als gewöhnliche Badezusätze, darunter Lavendel. Mit dem Gift hatten sie nichts zu tun.
Gisos Spur zu Hervé Dubois und dem Taal-Schrein
Giso Klingelhöfer bemerkte, dass Hervé Dubois zusammen mit seinem älteren Leibwächter und einem weiteren Mann die Stadt verließ.
Die drei führten Satteltaschen und überschaubares Gepäck mit sich. Sie ritten zunächst in nördliche Richtung.
Giso folgte ihnen mit Abstand. Nachdem sie am Botticelli-Anwesen vorbeigeritten waren, schlugen sie einen steileren Weg ein und bogen schließlich nach Westen auf einen schmalen, unwegsamen Pfad ab.
Giso konnte sich durch das Gelände bewegen und erreichte schließlich die Rückseite eines kleinen Taal-Schreins.
Dort hörte er die drei Männer sprechen. Es klang nach einem bretonischen Gebet oder einer rituellen Handlung.
Nachdem die Männer wieder aufgestiegen und zurückgeritten waren, untersuchte Giso den Schrein.
Das versteckte Fach
Hinter einer geschnitzten Taal-Statue entdeckte Giso ein verborgenes Fach. Es ließ sich durch das Ziehen an einem Teil der Statue öffnen.
Darin befand sich ein altes, vergilbtes Pergamentfragment, das mit einem kleinen Messingnagel befestigt war.
Auffällig war:
- Das Pergament wirkte alt und vergilbt.
- Die Schrift beziehungsweise Tinte erschien vergleichsweise frisch.
- Es enthielt eine Datumsangabe, die in der Mitschrift ungefähr als „30. Pflugzeit“ wiedergegeben wird.
- Dieses Datum liegt etwa zehn Tage in der Zukunft.
Was genau die Notiz bedeutet, ist unbekannt. Es könnte sich um eine Nachricht für eine spätere Abholung oder einen anderen Vorgang handeln. Wer sie dort hinterlassen hat und wer sie abholen soll, ist nicht geklärt.
Giso schloss das Versteck wieder und kehrte anschließend nach Ravola zurück.
Die Verbindung zwischen Karte und Schrein
Nachdem Giso zur Gruppe zurückgekehrt war, berichteten die anderen von Sebastiens Karte.
Beim gemeinsamen Vergleich stellten die Charaktere fest, dass die Karte offenbar genau zu dem Ort des Taal-Schreins führte.
Damit gibt es eine direkte Verbindung zwischen Paolas privaten Unterlagen und dem Ort, an dem Dubois und seine Begleiter offenbar einen geheimen Vorgang durchführten.
Die Gruppe erwog, die Priesterin der Verena über die Erkenntnisse zu informieren. Sie entschied sich jedoch zunächst dagegen, alle Informationen offenzulegen.
Die Charaktere waren sich bewusst, dass die bisherigen Indizien zwar schwerwiegend waren, aber noch keine lückenlose Beweiskette ergaben.
Die Konfrontation mit Lorenzo und Paola Botticelli
Die Gruppe beschloss, Lorenzo und Paola Botticelli persönlich zur Rede zu stellen.
Sie suchte das Ehepaar während des Festes an dessen Verkaufsstand auf. Auch die Tochter der Familie war anwesend und beobachtete einen Gaukler.
Lorenzo erkannte die Gruppe und begrüßte sie mit erhobenem Weinglas.
Die Charaktere baten um ein vertrauliches Gespräch. Lorenzo fragte, ob sie etwas herausgefunden hätten.
Er schlug vor, das Gespräch in den Räumlichkeiten der Weinbörse fortzusetzen. Ein Wachmann erhielt die Anweisung, bei der Tochter zu bleiben.
Das Gespräch im Weinkontor
Lorenzo führte die Gruppe gemeinsam mit Paola in einen reich ausgestatteten Privatraum mit einem großen, massiven Holztisch.
Im Raum befanden sich drei Botticelli-Söldner. Vor der Tür hielten sich weitere Wachen beziehungsweise Stadtgardisten auf.
Ein Charakter konnte mit Zweiter Sicht keine magische Aura feststellen.
Die Gruppe erklärte, dass sie Hinweise auf die Hintergründe der Vergiftung gefunden habe. Dabei wurde ausdrücklich auf die acht Todesopfer verwiesen.
Schließlich konfrontierte Sebastien Walldorf Paola direkt mit dem Vorwurf, sie habe einen Giftmischer beauftragt, ihren eigenen Wein zu vergiften.
Die Charaktere erklärten außerdem, dass sie bereit seien, vor der Priesterin der Verena auszusagen.
Sebastien hatte zuvor eine erfolgreiche Einschüchterungsprobe abgelegt und dabei sechs Erfolgsgrade erzielt.
Die Reaktion des Ehepaars
Lorenzo wurde schlagartig rot vor Zorn. Sein Blick war voller Wut.
Paola hingegen wurde zunächst kreidebleich. Sie schien völlig erschüttert und hielt sich schluchzend die Hand vor das Gesicht.
Dann veränderte sich ihr Verhalten plötzlich. Die Angst wich einem zornigen Ausdruck.
Sie blickte Sebastien wütend an und sagte:
„Tu das, was wir besprochen haben, Bruno!“
Bruno ist der Söldnerführer der Botticellis.
Unmittelbar danach hörte die Gruppe ein deutliches Geräusch:
Klack!
Der Riegel der Tür wurde vorgeschoben.
Die Tür war nun offenbar von außen verriegelt worden.
Lorenzo wirkte völlig überfordert und schien nicht zu verstehen, was gerade geschah. Seine Reaktion ließ vermuten, dass Paolas Verhalten ihn überraschte.
Damit endete die Aufnahme.
Gesicherte Erkenntnisse
| Erkenntnis | Einordnung |
|---|---|
| Acht Menschen starben durch den vergifteten Wein. | In der Gruppe ausdrücklich genannt |
| Das Gift war hochgefährlich und wurde aus einer seltenen Wurzel hergestellt. | Durch Untersuchung des Fläschchens bestätigt |
| Sebastien fand ein Fläschchen mit gefährlichem Gift bei einem Bretonen. | Fund und Untersuchung belegt |
| Hervé Dubois erhielt Geld von einer vermummten Frau. | Durch Gisos Beobachtung bestätigt |
| Die Frau war Paola Botticelli. | Durch Enttarnung am Stadttor bestätigt |
| Paola und Dubois standen in Verbindung. | Durch das beobachtete Treffen belegt |
| Dubois erklärte, sein Auftrag sei ausgeführt worden, die gewünschte Wirkung sei aber ausgeblieben. | Durch das belauschte Gespräch bestätigt |
| Sebastien fand in Paolas Gemächern eine Karte. | Durch den Einbruch belegt |
| Die Karte führt offenbar zum Taal-Schrein. | Durch den späteren Ortsvergleich belegt |
| Am Taal-Schrein befand sich ein verborgenes Pergament mit einem zukünftigen Datum. | Durch Gisos Untersuchung bestätigt |
| Paola gab Bruno einen Befehl, woraufhin die Tür verriegelt wurde. | Durch die aktuelle Konfrontation bestätigt |
Vermutungen und mögliche Zusammenhänge
Folgende Punkte sind bislang nicht bewiesen:
- Paola könnte Dubois tatsächlich mit der Vergiftung des Weines beauftragt haben.
- Möglicherweise sollte der Anschlag den Verdacht auf Valverde lenken oder die Rivalität zwischen den Familien verschärfen.
- Es ist denkbar, dass Paola ein persönliches oder finanzielles Motiv verfolgt.
- Die bescheidenen privaten Räumlichkeiten könnten auf finanzielle Schwierigkeiten hindeuten.
- Nicolo könnte als Werkzeug zur Verbreitung von Gerüchten benutzt worden sein. Eine direkte Verbindung zu Paola oder Dubois ist jedoch nicht bekannt.
- Der Taal-Schrein könnte als geheimer Treffpunkt oder Übergabeort dienen.
- Das Pergamentfragment könnte auf einen zukünftigen Termin oder eine geplante Aktion hinweisen.
- Bruno könnte von Paolas Plan eingeweiht worden sein. Ihr Befehl legt dies nahe, beweist aber noch nicht, was genau er tun soll.
- Lorenzo könnte von Paolas Aktivitäten nichts gewusst haben. Seine Reaktion während der Konfrontation deutet zumindest auf eine Überraschung hin.
Offene Fragen
Paola Botticelli und der Giftanschlag
- Hat Paola tatsächlich den Giftanschlag in Auftrag gegeben?
- Was war ihr eigentliches Ziel?
- Wollte sie Valverde schaden, Botticelli schützen oder einen ganz anderen Plan verfolgen?
- Warum sollte ausgerechnet der eigene Wein vergiftet werden?
- Was bedeutet Dubois' Aussage, dass die gewünschte Wirkung ausgeblieben sei?
Hervé Dubois
- Wer ist der dritte Mann, der Dubois und seinen Leibwächter begleitet?
- Welche Rolle spielt der ältere Leibwächter?
- Woher stammt das Gift beziehungsweise die seltene Wurzel?
- Warum verließ Dubois Ravola?
- Was warf Paola am Fluss ins Wasser?
Der Taal-Schrein
- Was bedeutet die Datumsangabe auf dem Pergament?
- Wer hat das Pergament dort hinterlegt?
- Wer soll es abholen?
- Was genau ist für den genannten Termin geplant?
- Warum führte Paolas Karte zu diesem Schrein?
Die Familie Botticelli
- War Lorenzo in Paolas Vorhaben eingeweiht?
- Welche Rolle spielt Bruno tatsächlich?
- Ist die Familie finanziell unter Druck?
- Welche Rolle spielt die Tochter in Paolas möglichen Plänen?
- Gibt es eine Verbindung zwischen Nicolo und den Vorgängen?
Die Weinvergiftung
- Wer hat den Wein tatsächlich vergiftet?
- Wie gelangte das Gift in die Fässer?
- Wer hatte Zugang zu den Weinkellern?
- Welche Rolle spielen die Gerüchte über die zerstörten Fässer?
- Sind weitere Personen an der Verschwörung beteiligt?
Cliffhanger: Die verriegelte Tür
Die Gruppe hat Paola Botticelli direkt mit dem Giftanschlag konfrontiert.
Paola reagiert zunächst erschüttert, fasst sich dann aber und gibt dem Söldnerführer Bruno einen eindeutigen Befehl:
„Tu das, was wir besprochen haben, Bruno!“
Unmittelbar danach wird die Tür des Raumes von außen verriegelt.
Lorenzo ist sichtlich überfordert. Es ist nicht erkennbar, ob er von dem Plan wusste oder selbst Opfer von Paolas Vorgehen geworden ist.
Die Charaktere befinden sich mit Lorenzo und Paola in einem abgeschlossenen Raum. Draußen befinden sich die Söldner.
Was hat Paola mit Bruno vereinbart? Soll die Gruppe eingeschüchtert, gefangen genommen oder beseitigt werden? Und auf welcher Seite steht Lorenzo?
Hier endet die Sitzung.
Erfahrungspunkte
Jeder Charakter erhält 90 EP.
Übersicht der Charakterhandlungen
| Spielercharakter | Spieler | Handlungen in dieser Sitzung |
|---|---|---|
| Artemis Mihal | Marc | Keine individuelle Handlung lässt sich anhand der vorliegenden Mitschrift zweifelsfrei zuordnen. |
| Sebastien Walldorf | Karsten | Fand das Giftfläschchen bei dem Bretonen; brach in Paolas Gemächer ein und entdeckte die geheimnisvolle Karte; konfrontierte Paola im Weinkontor und erzielte bei der Einschüchterungsprobe sechs Erfolgsgrade. |
| Blaubart | Marko | Führte Ermittlungen in der Schwarzen Katze und beschaffte Informationen über die Gerüchte und den angeblichen Sabotageakt. |
| Giso Klingelhöfer | Peter | Beobachtete das Treffen zwischen Dubois und Paola am Fluss, verstand das bretonische Gespräch und verfolgte später Dubois und seine Begleiter bis zum Taal-Schrein. Dort entdeckte er das versteckte Pergamentfragment. |
Hinweis: Die Zuordnung der genannten Handlungen wurde anhand der nachträglichen Klarstellungen des Spielleiters vorgenommen. Wo keine eindeutige Zuordnung vorliegt, wurde bewusst auf eine Vermutung verzichtet.
